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Juli 2019

Zucchini einmachen

Als ich vor einigen Jahren an einem Online-Webinar zum Thema Einfrieren teilgenommen habe, musste ich viele Einfrier-Hausaufgaben machen.

Irgendwann war mein Gefrierschrank aber voll und ich musste einige Kilo Gemüse anders haltbar machen. Da habe ich mich zum ersten Mal wirklich fürs Einmachen interessiert. Ich habe eine Kürbissuppe, Auberginen und Zucchini eingemacht.

Dieses Jahr mache ich es nicht aus Platzmangel, sondern weil wir uns weitestgehend saisonal und regional ernähren. Um die Winterkost etwas abwechslungsreicher zu machen, friere ich etwas Sommer- und Herbstgemüse ein und etwas mache ich ein.

Warum solltest du Zucchini einmachen?

  • Es spart Geld, weil Zucchini im Winter viermal so viel kosten.
  • Man bekommt im Sommer oft Zucchini von Hobbygärtnern geschenkt oder du hast selber welche angepflanzt.
  • Es spart Zeit später, weil du nur ein Glas aufschrauben musst und sofort eine Beilage fertig ist.

Sie schmecken wie italienische Antipastizucchini. Probier sie aus!

Zutaten:

  • 1 kg Zucchini
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1/2 EL Zucker
  • 1/2 EL Salz
  • 100 ml raffiniertes Olivenöl oder anderes Bratöl
  • 25 g Essigessenz
  • 45 g Wasser
  • 1/2 – 1 TL getrockneter Thymian (oder andere Kräuter nach Geschmack)

Zubereitung:

Zucchini schälen und in Stifte schneiden. Knoblauch schälen und reiben. Essigessenz mit Wasser mischen. Stattdessen kannst du 70 g 9%-en Essig nehmen.

Zucchini, Knoblauch, Essig, Zucker, Salz, Öl und Thymian in einen Topf geben und für ein paar Stunden ziehen lassen.

Danach aufkochen lassen und bei kleiner Flamme 20-30 Minuten kochen.

In der Zwischenzeit die Gläser sterilisieren. Dafür gibt es verschiedene Wege. Ich koche die Gläser und die Deckel 10 Minuten in einem großen Topf. Es gibt aber auch Anleitungen für den Ofen und die Mikrowelle.

Zucchini in Gläser füllen. Die Flüssigkeit gleichmäßig auf die Gläser verteilen und auf dem Kopf abkühlen lassen.

Das ursprüngliche Rezept stammt von home-restaurant.ru.

Beikostbaby Nr.2 – Neue Herausforderung

Beikost war mit der Geburt meines ersten Sohnes eines der wichtigsten Themen. Ich habe gleich ein Beikostseminar belegt und sogar eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin angefangen. Jetzt ist der Große bald drei und ich bin entspannt, wenn er Mal Schokolade isst. Ich weiß, dass er Nein zu Kuchen sagen kann, wenn es leckeres Obst gibt. Der Kitakoch und die Erzieherinnen erzählen, was für ein guter Esser er ist. Als der Zweite kam, war ich entspannt. Ich wusste ja, wie alles geht.

Und dann kam die Beikostzeit bei Kind Nr. 2. Mit ca. 6 Monaten zeigte mein Sohn Anzeichen für Beikostreife:

  • Er beobachtete uns ganz genau beim Essen und machte Kaubewegungen nach
  •  Er konnte den Kopf halten und musste beim Sitzen kaum gestützt werden
  • Er öffnete den Mund, wenn der Löffel kam

Ich habe klassisch mit Karotte gestartet und mein Sohn war nicht begeistert. Er hat alles ausgespukt. Nach 2-3 Versuchen habe ich eine Pause eingelegt. Wir waren ein paar Wochen im Urlaub. Dort habe ich es vergeblich mit Gläschen versucht.  Nach dem Urlaub wollte er immer noch keinen Brei bzw. hat sich nicht füttern lassen. Er wollte den Löffel immer selbst führen, aber selbst essen hat auch noch gar nicht funktioniert.

Der Kleine kristallisierte sich als BLW-Baby heraus. BLW ist Baby-Led Weaning und bedeutet Beikost vom Baby geführt und ohne Brei. Aus meiner Sicht ist es natürlich nur ein Schein, denn das Baby wählt zwischen den Lebensmitteln aus, die die Eltern ihm anbieten. Also ist es auch elterngefüht.

Das Problem ist: ich bin keine BLW-Mutter. Es ist so viel einfacher, Brei vorzukochen, einzufrieren und nach Bedarf aufzutauen. Den Nachmittags- und Abendbrei habe ich beim ersten Kind immer für zwei Tage gekocht. Es dauert nur 5 Minuten.

Bei der U-5 mit sechs Monaten war unser Arzt entspannt, was Beikost angeht. Unser Sohn war wohlgenährt und entwickelte sich gut.

Ich habe beschlossen, weiter vollzustillen und dem Kleinen Fingerfood anzubieten, wie ich es schon bei dem Großen neben Brei und Stillen gemacht habe. Ich habe Karotten gedämpft, Kefir, Buchweizenknäckebrot und Reiswaffeln, Vollkornnudeln gegeben.  Zum Glück kam langsam der Sommer und die Lebensmittelauswahl wurde immer größer. Wassermelone wurde verschlungen 😀 Das Ziel wurde also nicht ihn satt zu bekommen, sondern ihn langsam an Essen, neue Geschmäcker und Konsistenzen zu gewöhnen.

Insgesamt habe ich versucht, die Lebensmittel auszuwählen, die ich auch in Breiform gegeben hätte. So sollte es abwechslungsreich sein und so viel Nährstoffbedarf wie möglich decken.

Guter Sommersnack für Groß und Klein

Der Durchbruch kam mit selbstgemachten Würstchen aus Pute, Dinkelgrieß, Karotten und Petersilie, was ein Mittagsbrei hätte sein können. Die Würstchen kamen auch bei dem Großen sehr gut an. Er liebt Würstchen, die ich aber selten serviere, weil in den meisten Würstchen nichts Gesundes drinsteckt.

Das zweite Gericht war Quark-Dinkel-Kuchen, wie ein Abendbrei. Jaaaa, er isst!  Achtung: Quark hat viel mehr Eiweiß als Vollmilch für den Abendbrei. Babys unter 1 Jahr dürfen nicht mehr als 200 ml Vollmilch zu sich nehmen, weil es eine zu große Belastung für die Nieren ist. Milch hat 3 g Eiweiß und Quark 20% Fett hat 12 g Eiweiß auf 100 g!

Mit neun Monaten waren wir zur Zwischenuntersuchung beim Arzt und er war immer noch entspannt, dass der Kleine „nicht ordentlich“ isst. Ich wurde langsam nervös, aber durchatmen und weiter probieren war der einzige sinnvolle Weg. Der Arzt war wieder mal „sehr zufrieden mit der Entwicklung“. Außerdem war er nicht überrascht, dass Baby Nr. 2 lieber von Mamas Teller etwas will statt Brei.

Jetzt ist der Kleine fast 10 Monate alt und endlich sind wir da, wo wir auch wären, wenn es nach Lehrbuch verlaufen wäre. Seit Kurzem isst er auch mal drei Breimahlzeiten zusätzlich zu Milchmahlzeiten. Sein Brei wird aber nicht feinpüriert und ab und zu gibt es weiterhin Fingerfood.

Ein gutes Gericht war Zucchinikuchen à la Pizza, den der Kleine auch gerne gegessen hat. Es fällt mir immer einfacher Babytaugliches in unseren Speiseplan einzubauen, weil viele Kinder zwischen 10 und 12 Monaten eh langsam zu Familienessen übergehen. Am Anfang war es noch etwas zu viel für mich. Mittlerweile kann ich dem Kleinen unsere Gerichte anbieten, die ich einfach am Ende salze.

Zucchinipizza – Babygeeignet

Wichtig sowohl bei Breikost als auch bei Faustfood ist, dass die Mahlzeiten mit dem Kind zusammen eingenommen werden. Das Essen sollte das Baby auch ohne Zähne mit dem Gaumen zerkleinern können, deshalb sind Apfel, Gurke, Nüsse usw. nicht erlaubt. Studien zeigen, dass Kinder sich intuitiv ausgewogen ernähren. Das setzt eine abwechslungsreiche Auswahl voraus. Und die Sauerei am Anfang ist praktisch ein Muss. Es ist normal für Kinder mit dem Essen spielen zu wollen. So lernen sie die Welt eben kennen. Macht es dich nervös, wenn es dreckig wird, lege ein Wachstischtuch oder Zeitungen unter den Babystuhl.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass der Würgereflex bei Baby früher ausgelöst wird als bei Erwachsenen. Trotzdem solltest du das Baby nicht alleine essen lassen und im Notfall eingreifen.

Je mehr ich über Beikost in anderen Ländern gelesen habe, desto entspannter wurde ich. Ich gebe kein Salz, keinen Zucker und nichts Hartes. Im Endeffekt gilt bei Essen, was auch für andere Erziehungsbereichen gilt, Kinder machen alles nach, was wir machen.

Ich bin entspannt. Er wird schon essen. Er isst schon.

Wie einfach die Beikosteinführung sein kann und worauf du achten solltest, habe ich in einem Gastbeitrag bei Windelprinz.de erklärt. Dort findest du auch andere für uns Eltern relevante Themen. Schau vorbei!

Zucchinipfannkuchen

Ich frage mich, wann meine Familie gegen Zucchini rebelliert. Heute gibt es wieder Zucchinipfannkuchen. Normalerweise mache ich alles nach Augenmaß, aber heute habe ich für dich alles abgemessen 🙂

Es ist ein tolles Familienessen. Die meisten Kinder mögen alle Arten von Pfannkuchen. Ich habe erst ein paar Pfannkuchen ohne Salz gebacken, so konnte das fast 10 Monate alte Baby mitessen.

Zutaten für 15 Stück:

  • 500 g Zucchini
  • 3 Eier
  • 300 g Weizenmehl Typ 1050
  • 300 g Vollmilch
  • 200 g kochendes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Bratöl
  • ggf. Petersilie oder andere Kräuter

Zubereitung:

Zucchini fein raspeln. Eier aufschlagen. Milch hinzufügen. Mehl sieben und hinzufügen. Alles gut vermischen und Zucchini einrühren. Öl hinzufügen. Entweder jetzt salzen oder wie ich, nachdem ein paar Pfannkuchen für das Baby fertig sind.

Wasser aufkochen und hineingeben. Je nach Mehlsorte kann die Wassermenge variieren. Der Teig sollte nicht zu fest und nicht zu flüssig sein. Im Prinzip zeigt der erste Pfannkuchen immer an, ob etwas fehlt.

Die Pfanne gut erhitzen. Einen Suppenlöffel Teig in die Pfanne geben und mit einem Löffel oder Pfannenwender glattstreichen. Der Pfannkuchen muss von beiden Seiten gebacken werden.

Wenn Babys mitessen musst du die Pfannkuchen wegen der Eier gut durchgaren.

Du kannst die Zucchinipfannkuchen gut einfrieren. Einfach portionsweise luftdicht verpacken und nach Abkühlen einfrieren.

Zucchinikuchen à la Pizza

Ich wollte mal etwas Anderes ausprobieren. Zucchini gibt es bei uns gerade in allen Formen und als die Männer mal wieder Pizza wollten, habe ich für mich und das Baby diese leckere „Pizza“ gemacht. Babys unter 12 Monaten dürfen kein Salz, deswegen habe ich die erste Portion ohne Salz und die zweite mit Salz gemacht.

Zutaten:

  • für den Boden:
  • 3 kleine Zucchini ca. 430 g
  • 115 g Vollkornreismehl
  • 50 g geriebener fester Mozzarella
  • 2 Eier M
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

für den Belag:

  • zwei Tomaten
  • zwei Handvoll gebratene Champignons
  • etwas geriebener fester Mozzarella

Zucchini reiben, etwas stehen lassen, Wasser ausdrücken.

In der Zwischenzeit die Pilze anbraten.

Eier, Mehl, Zucchini, Käse vermischen und salzen. Ich habe mit etwas getrocknetem Basilikum gewürzt. ⠀

Den Teig in eine Form drücken. Bei mir würden es zwei kleine. Nach Belieben belegen. backen im vorgeheizten Ofen 20 Minuten bei ca. 180 Grad.