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Ernährung

Drei wichtige Schritte für gute Menüplanung

Menüplanung hat für mich sehr viele Vorteile. Ich spare täglich Zeit, weil ich genau weiß, was ich kochen möchte. Ich spare Geld, weil ich nur das kaufe, was benötigt wird. So wird auch nichts weggeschmissen. Wie oft ist mir früher Gemüse vergammelt, weil ich es doch nicht mehr verarbeitet bekommen habe. Außerdem ist unsere Ernährung bewusster, wenn ich entspannt im Voraus plane, statt spontan etwas zu kochen.

Aber um dein Menü gut zu planen, braucht es ein paar Erkenntnisse über dich selbst, etwas Übung und Disziplin. Diese drei Schritte helfen dir, dein perfektes Menü zu erstellen.

Familie macht mit

Menüplanung kann nur funktionieren, wenn deine Familie mitmacht. Wenn du jetzt zu viel Zeit in der Küche verbringst und es dich unglücklich macht, musst du etwas ändern. Warum Menüplanung ein Weg zu mehr Zeit für dich, für Hobbys oder einfach mal für mehr entspannte Familienzeit ist, erkläre ich hier.

Damit deine Familie mitmacht, musst du mit allen besprechen und erklären, warum du das Menü nun im Voraus planst. Frag alle Familienmitglieder, die schon gut genug sprechen, was du nächste Woche kochen sollst.

Der häufigste Einwand ist: „Woher soll ich am Freitag wissen, was ich nächsten Mittwoch essen will?“ Natürlich solltest du besonders am Anfang darauf achten, dass nur Gerichte auf den Tisch kommen, die allen schmecken. So zieht auch die Familie mit. Sie sehen, du bist entspannter und es gibt immer leckeres Essen zu Hause. Was will man mehr? 🙂

Die Menüform muss passen

Als nächstes wählst du, in welcher Form du das Menü planst. Es gibt sehr viele Formen, wie du dein Menü planen und führen kannst. Du kannst eine Tabelle von Hand ausfüllen, einfach Gerichte aufschreiben, die du die Woche kochen willst. Es gibt mittlerweile viele Apps, aber auch einfach Programme wie Word oder Excel bieten dir Vorlagen.

Alle haben unterschiedliche Bedürfnisse. Wenn alle Kinder und Erwachsene nur zu Abend zu Hause essen, dann reicht eine Liste mit Gerichten, die du diese Woche kochst.

Wichtig: Du musst dich auf die Menüplanung freuen. Wenn du dich dazu zwingen musst, ist die Form falsch. Probiere verschiedene Formen aus und schau, bei welcher du bleibst. Bei Pinterest findest du sehr viele Beispiele für Menüplan, Wochenplan, Speiseplan usw.

Mir macht es zum Beispiel keinen Spaß, mein Menü mit einer App zu planen. Ich habe zwar eine, aber ich nutze sie mehr als eine Rezeptsammlung. Ich bin mehr der haptische Typ, d.h. ich muss Dinge anfassen. Aber auch ausgeprägt visuell, deswegen plane ich am besten mit Rezeptkarten, die ich seit einigen Jahren führe. Du hast bestimmt schon mal welche in alten Filmen über „gute Hausfrauen“ gesehen 🙂 Auf vielen meiner Karten gibt es neben Zubereitung und Zutaten auch das Bild vom jeweiligen Gericht. So kannst du das Menü ganz einfach mit kleinen Kindern planen, die noch nicht lesen können.

Auf der anderen Seite, will ich einen überblick über alles, was wir essen, wenn mehr als eine Mahlzeit zu Hause eingenommen wird. Deswegen schreibe ich auch gerne Tabellen mit allen 4-5- Mahlzeiten, die es bei uns gibt. Seit sie wieder in die Kita dürfen, sind es ja weniger Mahlzeiten.

Deine Möglichkeiten

Vielleicht der wichtigste Schritt ist eigentlich die Erkenntnis oder Eingeständnis, wie oft und wie viel du wirklich kochen kannst. Es mag ja sein, dass die perfekte Mama in deinen Augen jeden Tag frisch für die Familie kocht. Was ist schon frisch? Dann vielleicht auch noch für jeden sein Lieblingsgericht? Wenn es dich glücklich macht, so zu leben, dann ist es super! Willst du oder musst du mehr Zeit mit Arbeit, Hobby und Familienzeit verbringen, musst du etwas ändern.

Wenn du also nur Zeit an 3-4 Abenden die Woche hast, dann plane auch nur etwas für diese Abende. Aber plane Gerichte ein, die du schnell in größeren Mengen kochen kannst. Deine Lösung ist Mealprep. Koche gleich für zwei Tage. Wenn du das Essen schnell abkühlen lässt und hygienisch sauber arbeitest, wird es auch am zweiten Tag frisch sein. Koche smart und friere Essen ein. Nutze gutes Fertigessen ohne unnötige Zusätze und ergänze es durch einen schnellen, frischen Salat. Ich kaufe gerne eingemachte Gemüsegerichte in russischen und türkischen Läden.

Mein erprobter Weg zu mehr #metime im Alltag!

Kennst du das Problem, wenn deine Gedanken ewig darum kreisen, was du kochen sollst? Manchmal geht es schnell, aber manchmal fällt dir nichts ein. Alle benötigten Lebensmittel müssen ja auch noch da sein! Dann müsstest du noch einmal einkaufen. Und so endet alles damit, dass immer das gleiche gegessen wird, was einfach da ist oder wieder mal eine Tiefkühlpizza. Im Endeffekt hast du viel Zeit verloren und das Essen ist eintönig, ungesund oder teuer.

Mein erprobter Weg zu mehr #metime ist die Menüplanung für die ganze Woche. Mein persönlicher Weg dahin war leider etwas länger. Ich hätte viel früher damit anfangen sollen. Deswegen empfehle ich dir, sofort auf Menüplanung umzusteigen.

Vor den Kindern habe ich auf dem Heimweg nach der Arbeit überlegt, was ich koche. Dann bin ich kurz einkaufen gegangen und habe gekocht. Mit der Geburt des ersten Kindes änderte sich alles. Mein Gehirn musste nun viele andere Aufgaben übernehmen. Wobei es mit einem Kind oft auch schön war, morgens in den Park zu gehen und auf dem Heimweg einzukaufen. Danach entspannt zu kochen, zu essen und auf den Papa zu warten.

Schwieriger wurde es, als mein Sohn nicht mehr im Kinderwagen bleiben wollte. Das Einkaufen machte keinen Spaß mehr und musste auf ein Minimum beschränkt oder delegiert werden. Spätestens gegen Ende der Elternzeit wurde mir klar, dass die Küchenprozesse jetzt optimiert werden mussten. Ich wusste, ich will weiterhin lecker und frisch essen, ohne Zeit zu verschwenden. So wurde Menüplanung überlebenswichtig.

Warum spart Menüplanung Zeit und Kraft?

Wenn ich jeden Tag mindestens 15 Minuten mit Überlegungen verbringe, was ich kochen soll, sind es mindestens 105 Minuten die Woche. Ich plane nur einmal in der Woche ca. 15 Minuten statt jeden Tag. Das bedeutet mindestens 90 freie Minuten für dich, für dein Hobby oder entspanntes Spielen mit deinen Kindern!

Wie lange brauchst du, um einzukaufen? Es sind jedes Mal mindestens 40-60 Minuten, oder? Und das ohne anziehen, hinfahren und auspacken. Bei 2-3 Mal sind es schon bis zu 3 Stunden. Wenn du aber genau weißt, was du die ganze Woche über brauchst, kostet es dich nur eine Stunde in der Woche. Oder noch besser, du delegierst es an deinen Partner 😉

Und Geld sparst du ganz einfach dadurch, dass du nur das kaufst, was du für dein Menü brauchst. Du schmeißt weniger Essen weg, weil alles verwendet wird. Und du sparst, weil du weniger in Versuchung geführt wirst, wenn du nicht mehr so oft einkaufst.

Ein Riesenbonus ist die viel abwechslungsreichere Ernährung, weil du nicht im Stress entscheidest, was du kochen sollst, und dann einfach auf die gewohnten Nudeln mit Pesto zurückgreifst, die schnell gehen und allen schmecken.

Ich hoffe, ich konnte dich überzeugen, dass Menüplanung ein Must Do und nicht nur ein Nice to have ist! Es ist ein unglaublich smarter Schritt zu mehr Freizeit, Kraft und Geld ist.

Beikostbaby Nr.2 – Neue Herausforderung

Beikost war mit der Geburt meines ersten Sohnes eines der wichtigsten Themen. Ich habe gleich ein Beikostseminar belegt und sogar eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin angefangen. Jetzt ist der Große bald drei und ich bin entspannt, wenn er Mal Schokolade isst. Ich weiß, dass er Nein zu Kuchen sagen kann, wenn es leckeres Obst gibt. Der Kitakoch und die Erzieherinnen erzählen, was für ein guter Esser er ist. Als der Zweite kam, war ich entspannt. Ich wusste ja, wie alles geht.

Und dann kam die Beikostzeit bei Kind Nr. 2. Mit ca. 6 Monaten zeigte mein Sohn Anzeichen für Beikostreife:

  • Er beobachtete uns ganz genau beim Essen und machte Kaubewegungen nach
  •  Er konnte den Kopf halten und musste beim Sitzen kaum gestützt werden
  • Er öffnete den Mund, wenn der Löffel kam

Ich habe klassisch mit Karotte gestartet und mein Sohn war nicht begeistert. Er hat alles ausgespukt. Nach 2-3 Versuchen habe ich eine Pause eingelegt. Wir waren ein paar Wochen im Urlaub. Dort habe ich es vergeblich mit Gläschen versucht.  Nach dem Urlaub wollte er immer noch keinen Brei bzw. hat sich nicht füttern lassen. Er wollte den Löffel immer selbst führen, aber selbst essen hat auch noch gar nicht funktioniert.

Der Kleine kristallisierte sich als BLW-Baby heraus. BLW ist Baby-Led Weaning und bedeutet Beikost vom Baby geführt und ohne Brei. Aus meiner Sicht ist es natürlich nur ein Schein, denn das Baby wählt zwischen den Lebensmitteln aus, die die Eltern ihm anbieten. Also ist es auch elterngefüht.

Das Problem ist: ich bin keine BLW-Mutter. Es ist so viel einfacher, Brei vorzukochen, einzufrieren und nach Bedarf aufzutauen. Den Nachmittags- und Abendbrei habe ich beim ersten Kind immer für zwei Tage gekocht. Es dauert nur 5 Minuten.

Bei der U-5 mit sechs Monaten war unser Arzt entspannt, was Beikost angeht. Unser Sohn war wohlgenährt und entwickelte sich gut.

Ich habe beschlossen, weiter vollzustillen und dem Kleinen Fingerfood anzubieten, wie ich es schon bei dem Großen neben Brei und Stillen gemacht habe. Ich habe Karotten gedämpft, Kefir, Buchweizenknäckebrot und Reiswaffeln, Vollkornnudeln gegeben.  Zum Glück kam langsam der Sommer und die Lebensmittelauswahl wurde immer größer. Wassermelone wurde verschlungen 😀 Das Ziel wurde also nicht ihn satt zu bekommen, sondern ihn langsam an Essen, neue Geschmäcker und Konsistenzen zu gewöhnen.

Insgesamt habe ich versucht, die Lebensmittel auszuwählen, die ich auch in Breiform gegeben hätte. So sollte es abwechslungsreich sein und so viel Nährstoffbedarf wie möglich decken.

Guter Sommersnack für Groß und Klein

Der Durchbruch kam mit selbstgemachten Würstchen aus Pute, Dinkelgrieß, Karotten und Petersilie, was ein Mittagsbrei hätte sein können. Die Würstchen kamen auch bei dem Großen sehr gut an. Er liebt Würstchen, die ich aber selten serviere, weil in den meisten Würstchen nichts Gesundes drinsteckt.

Das zweite Gericht war Quark-Dinkel-Kuchen, wie ein Abendbrei. Jaaaa, er isst!  Achtung: Quark hat viel mehr Eiweiß als Vollmilch für den Abendbrei. Babys unter 1 Jahr dürfen nicht mehr als 200 ml Vollmilch zu sich nehmen, weil es eine zu große Belastung für die Nieren ist. Milch hat 3 g Eiweiß und Quark 20% Fett hat 12 g Eiweiß auf 100 g!

Mit neun Monaten waren wir zur Zwischenuntersuchung beim Arzt und er war immer noch entspannt, dass der Kleine „nicht ordentlich“ isst. Ich wurde langsam nervös, aber durchatmen und weiter probieren war der einzige sinnvolle Weg. Der Arzt war wieder mal „sehr zufrieden mit der Entwicklung“. Außerdem war er nicht überrascht, dass Baby Nr. 2 lieber von Mamas Teller etwas will statt Brei.

Jetzt ist der Kleine fast 10 Monate alt und endlich sind wir da, wo wir auch wären, wenn es nach Lehrbuch verlaufen wäre. Seit Kurzem isst er auch mal drei Breimahlzeiten zusätzlich zu Milchmahlzeiten. Sein Brei wird aber nicht feinpüriert und ab und zu gibt es weiterhin Fingerfood.

Ein gutes Gericht war Zucchinikuchen à la Pizza, den der Kleine auch gerne gegessen hat. Es fällt mir immer einfacher Babytaugliches in unseren Speiseplan einzubauen, weil viele Kinder zwischen 10 und 12 Monaten eh langsam zu Familienessen übergehen. Am Anfang war es noch etwas zu viel für mich. Mittlerweile kann ich dem Kleinen unsere Gerichte anbieten, die ich einfach am Ende salze.

Zucchinipizza – Babygeeignet

Wichtig sowohl bei Breikost als auch bei Faustfood ist, dass die Mahlzeiten mit dem Kind zusammen eingenommen werden. Das Essen sollte das Baby auch ohne Zähne mit dem Gaumen zerkleinern können, deshalb sind Apfel, Gurke, Nüsse usw. nicht erlaubt. Studien zeigen, dass Kinder sich intuitiv ausgewogen ernähren. Das setzt eine abwechslungsreiche Auswahl voraus. Und die Sauerei am Anfang ist praktisch ein Muss. Es ist normal für Kinder mit dem Essen spielen zu wollen. So lernen sie die Welt eben kennen. Macht es dich nervös, wenn es dreckig wird, lege ein Wachstischtuch oder Zeitungen unter den Babystuhl.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass der Würgereflex bei Baby früher ausgelöst wird als bei Erwachsenen. Trotzdem solltest du das Baby nicht alleine essen lassen und im Notfall eingreifen.

Je mehr ich über Beikost in anderen Ländern gelesen habe, desto entspannter wurde ich. Ich gebe kein Salz, keinen Zucker und nichts Hartes. Im Endeffekt gilt bei Essen, was auch für andere Erziehungsbereichen gilt, Kinder machen alles nach, was wir machen.

Ich bin entspannt. Er wird schon essen. Er isst schon.

Wie einfach die Beikosteinführung sein kann und worauf du achten solltest, habe ich in einem Gastbeitrag bei Windelprinz.de erklärt. Dort findest du auch andere für uns Eltern relevante Themen. Schau vorbei!

Zucchinikuchen à la Pizza

Ich wollte mal etwas Anderes ausprobieren. Zucchini gibt es bei uns gerade in allen Formen und als die Männer mal wieder Pizza wollten, habe ich für mich und das Baby diese leckere „Pizza“ gemacht. Babys unter 12 Monaten dürfen kein Salz, deswegen habe ich die erste Portion ohne Salz und die zweite mit Salz gemacht.

Zutaten:

  • für den Boden:
  • 3 kleine Zucchini ca. 430 g
  • 115 g Vollkornreismehl
  • 50 g geriebener fester Mozzarella
  • 2 Eier M
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

für den Belag:

  • zwei Tomaten
  • zwei Handvoll gebratene Champignons
  • etwas geriebener fester Mozzarella

Zucchini reiben, etwas stehen lassen, Wasser ausdrücken.

In der Zwischenzeit die Pilze anbraten.

Eier, Mehl, Zucchini, Käse vermischen und salzen. Ich habe mit etwas getrocknetem Basilikum gewürzt. ⠀

Den Teig in eine Form drücken. Bei mir würden es zwei kleine. Nach Belieben belegen. backen im vorgeheizten Ofen 20 Minuten bei ca. 180 Grad.