Fastenzeit-Borschtsch

Aus russischen/ukrainischen vier Buchstaben борщ hat man im Deutschen ganze zehn gemacht, aber deswegen schmeckt die Suppe nicht weniger gut. Das ist eindeutig meine Lieblingssuppe oder sogar mehr ein Eintopf. Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit ist es ein tolles Gericht, das ich jeden Tag essen könnte. Es gibt mindestens genauso viele Borschtschrezepte wie Köche. Jede Hausfrau und jede Gegend macht es anders.

Das heutige Rezept heißt Fastenborschtsch, weil es ohne Fleisch ist. Bevor es den veganen Trend gab, hatten viele europäische Küchen bereits vegane Rezepte für die Fastenzeit entwickelt. Ich faste zwar nicht, aber ich greife gerne auf die Rezepte zurück. Trotzdem ist er sehr sättigend. Als Hauptgang reicht die Suppe für 4 Personen aus. Das Verhältnis der Zutaten kann variieren. Diesmal habe ich alles abgewogen, aber die Zutaten genommen habe ich nach Augenmaß. Es soll einfach ausgewogen sein.

Zutaten:

  • 260 g Kartoffeln
  • 60 g Zwiebeln
  • 200 g Karotten
  • 190 g rote Beete
  • 250 g Weißkohl
  • 250 g kleine weiße Bohnen
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3-4 Pfeffer- oder Pimentkörner
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz
  • etwas Pflanzenöl zum Anbraten
  • Schmand/Saure Sahne oder Joghurt und etwas Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:

Das Gemüse schälen und schneiden bzw. reiben. Ich mag es, wenn das Gemüse unterschiedliche Formen hat. Karotten und Kartoffeln habe ich in kurze Stifte gerieben, Rote Beete und Zwiebeln gewürfelt, Kohl in passende Streifen geschnitten. Jetzt 1,5 l Wasser aufkochen. Wenn das Wasser kocht, Kartoffelstreifen hineingeben. Gleichzeitig Zwiebeln in etwas Öl glasig anschwitzen. Sobald die Zwiebeln fertig sind, kommen sie hinzu.

Dann in derselben Pfanne die Karotten und die rote Beete anschwitzen. Nach ca. 7 Minuten den Zucker hineingeben und alles karamelisieren lassen. Das Gemüse soll nicht zerkochen, sondern etwas weicher werden. Jetzt Tomatenmark mitanbraten. Ganz am Ende habe ich den fein geriebenen Knoblauch hinzugegeben.

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Wenn auch die Karotten und die rote Beete im Topf gelandet sind, kann man auch den Kohl und die Gewürze hinzufügen. So sieht der Topf dann aus.

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Ich lasse alles ca. 30 Minuten bei schwacher Hitze köcheln. Man kann noch gewürfelte Paprika, eine Chili und frische Tomaten für die Säure hineingeben. Kurz vor dem Ende die Bohnen hinzufügen. Wenn man die Bohnen selbst über Nacht einweicht, müssen sie vor den Kartoffeln gekocht werden.

Borschtsch schmeckt am besten am nächsten Tag, aber wenn ihr nicht so lange warten wollt, solltet ihr ihn dennoch wenigstens ein Stündchen ziehen lassen. Vor dem Servieren noch einmal mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. Außerhalb der Fastenzeit kommt ein Löffel Schmand drauf und etwas Grünzeug.

Приятного аппетита! oder auf Ukrainisch Смачного!

  1. tschebu03 1. Dezember 2015 at 21:42

    Ich finde Borsch auch sehr lecker 😀
    Übrigens echt schöne Website, schön, das dir das Kochen so viel Spaß macht.

    1. katjetko 2. Dezember 2015 at 10:13

      Danke schön. Das ist lieb 🙂

  2. Vorkochen fürs Wochenbett und andere Notzeiten – Spaß mit Kochen 8. September 2018 at 16:58

    […] habe heute Borschtsch (ähnlich wie Fastenzeit-Borschtsch), Bolognesesoße, Auberginen-Bolognese-Mozzarella-Auflauf und süßen Nudel-Quarkauflauf ohne die […]

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